Jetzt unterschreiben.
Deine Unterschrift macht aus einer Beobachtung eine Zahl, die man nicht mehr ignorieren kann. Jeder Fortzug ist für sich genommen eine Privatentscheidung, in der Summe sind es Hunderttausende, und niemand muss darauf antworten, solange niemand sie zählt. Genau das ändert diese Liste.
Petitionstext lesen
Adressat
Deutscher Bundestag, Petitionsausschuss, sowie die Fraktionsvorsitzenden aller im Bundestag vertretenen Fraktionen.
Petitionstext
Deutschland verliert Jahr für Jahr Menschen, die es dringend braucht: gut ausgebildet, mitten im Erwerbsleben, oft mit Familie. Sie gehen nicht aus Abenteuerlust, sondern weil sich Arbeit, Aufstieg und Vorsorge anderswo sichtbarer lohnen. Wer bleibt, trägt die gleiche Last auf weniger Schultern.
Die Unterzeichnenden fordern den Deutschen Bundestag auf, die Abwanderung qualifizierter Menschen als das zu behandeln, was sie ist: ein Frühindikator für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Landes, und nicht als Randnotiz der Wanderungsstatistik.
Konkret fordern wir eine spürbare Entlastung der Arbeitseinkommen, eine radikale Vereinfachung des Bau- und Genehmigungsrechts sowie den Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge, ohne bestehende Ansprüche zu brechen. Weiter fordern wir, dass die Bundesregierung dem Bundestag jährlich über Zahl, Qualifikation und Motive der Fortziehenden berichtet.
Wir wollen kein anderes Land. Wir wollen, dass Bleiben sich wieder lohnt.
Aktuelle Zahlen dazu: 288.579 Fortzüge Deutscher 2025, Saldo −96.689.
Wofür sie unterschreiben
Leben günstiger machen: Abgabensystem radikal reformieren, Schuldenpolitik stoppen
Junge Leute arbeiten nicht selten ein halbes Jahr nur für den Staat anstatt für sich selbst. Der Grund dafür: Deutschland ist das Land mit der zweithöchsten OECD-Abgabenquote. Junge Menschen, die Vollzeit arbeiten, zahlen in einigen Fällen fast 50 Prozent Abgaben an den Staat. Hinzu kommt ein Steueraufschlag von 19 Prozent auf viele Produkte, auf Kraftstoffe sogar über 50 Prozent. Und wenn junge Leute eigenverantwortlich Geld für die Zukunft anlegen, gängelt sie der Staat zusätzlich mit einer Kapitalertragsteuer von 25 Prozent.4
Damit bestraft der Staat die Produktivität junger Menschen, die sich darum zu Recht Gedanken machen, ob sie hier ihre Zukunft sehen. Das Steuersystem muss darum radikal reformiert werden. Das Problem sind vor allem die progressiven Steuern und jene, die langfristiges ökonomisches Denken bestrafen, wie die Kapitalertragsteuer. Denkbar wäre beispielsweise eine Flat Tax.
Zusätzlich steht die Zukunft der jungen Leute vor einem nie dagewesenen Schuldenberg. Durch das regelmäßige Aussetzen der Schuldenbremse sowie zahlreiche „Sondervermögen“ (bei denen es sich um Sonderschulden handelt) ist die deutsche Verschuldung auf 2,84 Billionen Euro gestiegen. Diese Schulden werden über die nächsten Jahrzehnte von den jungen Menschen mit hohen Zinsen zurückgezahlt werden müssen. Doch nicht nur das Tilgen dieser Schulden belastet die junge Generation: Auch die damit zusammenhängende Inflation treibt die Lebenshaltungskosten stetig in die Höhe.5
Eigenverantwortung gewinnen: Sozialstaat aufbrechen
Der Sozialstaat ist mit Abstand der größte Geldschlucker der Staatskasse. Die Hälfte aller Staatsausgaben fließt in diesen Sektor. Deutsche arbeiten also einen großen Teil ihrer Zeit nur, um das Leben anderer Menschen zu finanzieren, die aus verschiedenen Gründen einen Anspruch auf ihre Arbeitsleistung erheben. Diese Quote wird in den nächsten Jahren aufgrund des demografischen Wandels eher zu- als abnehmen, sofern die Politik nicht handelt.6
Als Gegenleistung erhalten sie eine Rente, die nicht reicht, eine Krankenkasse, die weder Patienten noch Ärzte sinnvoll versorgt, und kollabierende Pflegeversicherungen.
Viele junge Leute fragen sich zu Recht, was an diesem auf Zwang basierenden System und der immer weiter fortschreitenden Aushebelung von Eigenverantwortung richtig und solidarisch sein soll.
Der Sozialstaat muss darum stetig weiter verschlankt werden. Ziel sollte sein, dass Leute sich eigenverantwortlich vorsorgen. Die Migrationspolitik muss weiter so reformiert werden, dass eine Einwanderung in die Sozialsysteme höchstens in Ausnahmefällen denkbar ist.
Geldverbrennung stoppen: Rente auslaufen lassen
Wer als junger Mensch in die Rente einzahlt, kann in Echtzeit verfolgen, wie sein Geld de facto verbrannt wird und er es nie wieder sieht. Für keine Einzelaufgabe im Haushalt des Bundes geht so viel Geld drauf: Neben den hohen Rentenbeiträgen, die jeder Arbeitnehmer zahlen muss, flossen 2025 zusätzlich 25 % des Haushalts der Bundesregierung in die Rentenkasse.7
Beim Rentenstart in den 1950er-Jahren haben sechs Einzahler einen Rentner finanziert, heute kommen auf einen Rentner zwei Einzahler. Junge Leute haben genug davon, die Folgen dieses desaströsen Rentensystems zu büßen. Die staatliche Rente muss dringend auslaufen, und private Anlageformen dürfen nicht weiter durch Steuern bestraft werden. Private Vorsorge muss der Normalfall werden.8
Jobs für alle: Unternehmen entfesseln
Die Jobsuche in Deutschland wurde in den letzten Jahren deutlich schwieriger, und das liegt zumeist nicht an der „Faulheit“ der Bewerber oder an gehäuften Krankmeldungen.9
Viele Unternehmen stellen kein neues Personal an, bauen Stellen ab oder gehen ins Ausland. Innerhalb von zwei Jahren wurden zehntausende Stellen ins Ausland verlagert, und allein in der Automobilindustrie wurden 2026 laut Statistischem Bundesamt 43.000 Stellen abgebaut. Wenn in Deutschland investiert wird, dann meist nur in Erhaltung. Wichtige Neuinvestitionen sind in Deutschland fast komplett zum Erliegen gekommen, während Nachbarländer wie Polen hohe Raten an wirtschaftlichem Wachstum erzielen.10
Das Problem ist hausgemacht: Deutsche Unternehmen leiden massiv an Bürokratie, Arbeitsrecht, Lohnnebenkosten (siehe Punkt zwei), teurerer Energie durch eine falsche Energiepolitik und fatalen politischen Lenkungsversuchen wie der Klimapolitik.
Wir benötigen die Kettensäge, damit Unternehmen florieren und junge Leute wieder eine Perspektive haben.
Günstige Mieten: Wohnungsbau wieder ermöglichen
Gerade junge Menschen leiden massiv an hohen Mieten. Der Grund dafür: In Deutschland gibt es viel zu wenig Wohnungen.
Doch warum wird zu wenig gebaut? Das liegt daran, dass Bauen in Deutschland sehr teuer geworden ist, leider erneut durch den Staat. 2005 hat es ca. 1.200 Euro gekostet, einen Quadratmeter zu bauen, 2025 waren es ca. 2.600 Euro.11
Damit sich das Bauen lohnt, ist es unausweichlich, dass die höheren Baupreise an die Mieter weitergegeben werden. Ähnliches gilt für Instandhaltung und Immobilienkosten. Der Anstieg der Baukosten liegt maßgeblich daran, dass Gebäude heute sehr viele Auflagen erfüllen müssen: Es gibt rund 3.900 Normen, die Gebäude erfüllen müssen, und die Anforderungen an die Energetik durch das Gebäude-Modernisierungsgesetz treiben zusätzlich die Kosten in die Höhe. Hinzu kommen eine gestiegene Grunderwerbsteuer und massive Auflagen durch die Denkmalschutzverordnung.12
Die Folgen sind fatal: Die Immobilienpreise sind von 2010 bis 2025 um rund 82 % gestiegen, so dass junge Menschen sich, obwohl günstiges Bauen technisch gesehen gar kein Problem ist, in vielen Regionen Deutschlands für ihr ganzes Leben verschulden müssen, um ein normales Einfamilienhaus zu erwerben. Der Staat erzeugt einen künstlichen Braindrain aus den Metropolregionen. Der Staat muss es wieder erlauben, günstige Gebäude zu bauen, und sollte die bestehenden nicht künstlich verteuern.13
Was danach passiert
Bestätigung per E-Mail
Du bekommst eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit dem Klick zählt deine Unterschrift. Ohne diesen Schritt wäre die Liste wertlos, weil jeder jeden eintragen könnte.
Zählen, nicht weitergeben
Deine Daten dienen ausschließlich der Petition. Sie werden nicht verkauft, nicht für Werbung genutzt und nicht an Parteien weitergegeben.
Übergabe
Nach Abschluss der Sammlung werden Anzahl, Postleitzahlengebiete und, nur bei ausdrücklicher Freigabe, Namen und Begründungen übergeben. Wer es extra erlaubt, erscheint mit Vor- und Nachname bei den Unterstützern auf dieser Seite. Ein Porträt nur, wenn eines mitgeschickt und die Veröffentlichung mit Namen erlaubt wird. Eine Gehaltsabrechnung wird anonymisiert veröffentlicht, sodass keine Zuordnung zur Person möglich ist.
Löschung
Spätestens sechs Monate nach der Übergabe werden die personenbezogenen Daten gelöscht. Nicht bestätigte Eintragungen werden nach 14 Tagen gelöscht.